Vertragsrecht

Influencer-Marketing: Vertrag nach Muster-Vorlage oder anwaltlich prüfen lassen

Mit einer Muster-Vorlage sparen Sie als Unternehmer oft nur kurzfristig Kosten und entstehen unbeabsichtigt Handelsvertreter-Verträge, die zu überraschenden Nachforderungen führen können. Der Beitrag will hier helfen, die Risiken zu erkennen und zu meiden. Wussten Sie, dass ein Influencer nachträglich weitere Provisionen verlangen kann, wenn er sich auf das Handelsvertreterrecht nach den §§ 84 folgende HGB in Deutschland berufen kann? Viele Unternehmen setzen für die Verbesserung ihres Images und ihrer Marke auf Social Media Marketing mit reichweitenstarken Influencern und Influencerinnen auf Youtube, Instagram, Facebook oder Tiktok und verwenden kostenlose Muster-Vorlagen. Das Influencer-Marketing kann sehr effektiv sein, wenn der Influencer die Marke [...]

Von |2025-12-03T14:58:38+01:00Dezember 3rd, 2025|Allgemein, Vertragsrecht|0 Kommentare

Online-Kurse: Widerruf E-Commerce Masterclass Training und anderer unechter Coaching-Verträge

Coaching-Vertragsrecht Business Coaching Verträge wie etwa "Masterclass E-Commerce Coaching-Vertrag für Unternehmer" oder "Mentoring-Programm für Unternehmer" und ähnliches waren und sind rechtlich umstritten, da immer wieder die Erwartung der Teilnehmer enttäuscht wird und es zu Leistungsstörungen kommt. Lange war umstritten, auch unter den Oberlandesgerichten, ob das deutsche Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) und damit die teilweise vorgeschriebene Zulassungspflicht bei der zuständigen Behörde nur bei Verbraucherverträgen (B2C) oder zwischen Unternehmern (B2B) in Betracht kommt und wie die Rückabwicklung bei Nichtigkeit des Vertrags mangels ZFU-Zulassung durchzuführen ist. Dies hat inzwischen der Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 12. Juni 2025 geklärt. Er hat sich für eine weite [...]

Coaching-Anbieter unter Zugzwang – Laut BGH-Urteil ist ohne ZFU-Zulassung Geld für Mentoring-Programm zurückzuzahlen

Seit dem Urteil des Bundesgerichtshof (BGH)  Grundsatz-Urteil vom 12. Juni 2025, Az. III ZR 109/24, haben sich die Auffassungen des OLG Celle, OLG Stuttgart und anderer Landgerichte zugunsten des Schutzes der Teilnehmer bestätigt: Auch Coaching-Verträge zwischen Unternehmern (B2B) können zulassungspflichtig nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) sein. Laut BGH ist eine weite Auslegung der Vorschriften geboten. Es kann laut BGH auch Fernunterricht mit einer dem Begriff innewohnenden Lernerfolgskontrolle des Lehrenden vorliegen, wenn es Bestandteil eines Mentoring- oder Coaching-Programms ist, im Chat oder in Videocalls oder ähnlichen Liveveranstaltungen die Möglichkeit besteht, dem "Coach" Fragen zum erlernten Stoff zu stellen. Dies gilt aber nur, [...]

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